Verfügbarkeitsanzeige

Einführung

Die Verfügbarkeit von Medien ist ein wesentlicher Bestandteil von Discovery-Systemen. Verfügbarkeitsinformationen bestehen aus Angaben zu Standorten, Ausleihbarkeit und Ausleihstatus für physische Medien sowie aus lokalen Lizenzinformationen und Zugangslinks für elektronische Medien. Der K10plus-(vormals GBV) Zentral-Index enthält im Moment keine ausreichenden Verfügbarkeitsinformationen. Das heißt, dass zusätzliche Instrumente benötigt werden, um aufzuzeigen, wie die in beluga nachgewiesene Literatur im jeweiligen Benutzungskontext bestmöglich verfügbar ist.

Verfügbarkeit für Artikel

Für die Ermittlung von Verfügbarkeitsinformationen für Artikel stehen grundsätzlich mehrere Wege zur Verfügung: Zum einen kommerzielle Link Resolver wie SFX, zum anderen eine von der TU Braunschweig entwickelte Lösung, die auf einer gestuften zur Abfrage an Schnittstellen wie Journals Online and Print und Cross Ref beruht.

Verfügbarkeit für lokale Bestände

Die Ausleihinformationen in den Trefferlisten und Ergebnisanzeigen sind ein Teil der Verfügbarkeitsinformationen, die über die Schnittstelle DAIA 2 abgerufen werden. Diese Informationen enthalten neben dem Standort auch Angaben zur Verfügbarkeit (grundsätzliche Entleihbarkeit, aktueller Ausleihstatus) und Signatur.

DAIA 2 orientiert sich an den im LBS hinterlegten Informationen, d.h. die Standorte und ihren Bedingungen (offener oder geschlossener Standort), Konkordanzen sowie Ausleihindikator und Ausleihstatus.

Die Umsetzung von Ausleihindikatoren und –status in Texte erfolgt nach einem standardisierten Schema, das von der Verbundzentrale vorgegeben wird und auf Einstellungen der Standardinstallationen beruht. In über 20 Jahren des Umgangs mit dem LBS haben jedoch die meisten Bibliotheken Hausregeln zur Verwendung bzw. Auslegung von Ausleihindikatoren entwickelt, die von diesen Standards abweichen (Beispiel: Ausleihindikator 3/s ist eigentlich ein Indikator für Medien, die nur mit Zustimmung in den Lesesaal ausleihbar sind, der aber inzwischen für Medien verwendet wird, die in die Kurzausleihe gehen). Die oft komplexen lokalen Reglements lassen sich in der Schnittstelle deswegen für bestimmte Teile der Bestände nur unzureichend abbilden und erfordern, dass die von DAIA 2 ausgegebenen Informationen durch beluga noch einmal manipuliert werden – sofern Bibliotheken nicht in der Lage sind, ihre nicht standard-konform verwendeten Ausleihindikatoren zu ändern.

Implementierung

Grundsätzlich muss man Zugang zu einer DAIA-Schnittstelle haben. Die Schnittstelle muss dann in der Datei /opt/sites/[Name der DAtei]/local/config/vuFind/PAIA.ini eingetragen werden. Weitere Informationen können im Verbundwiki gefunden werden.

Das, was von DAIA an beluga weitergegeben wird, kann man sich auf einer Testseite ansehen: Dafür braucht man eine URL nach diesem Schema:

https://paia.gbv.de/[sigel]/daia?id=[ppn]&format=json, siehe auch dieses Beispiel aus Lüneburg.

Standortinformationen

Die Standortinformationen in den Trefferlisten sind ein Teil der Verfügbarkeitsinformationen, die über die Schnittstelle DAIA 2 abgerufen werden. Diese Informationen enthalten neben dem Standort auch noch Angaben zur Verfügbarkeit (grundsätzliche Entleihbarkeit, aktueller Ausleihstatus) und Signatur. Darüber hinaus haben verschiedene beluga-Installationen auch noch Facetten zur Einschränkung von Ergebnismengen auf bestimmte Standorte.

Die Standortinformationen sind standardmäßig verlinkt mit der Schnittstelle für Standorte der VZG.

Über diese Standorte hinaus haben die meisten Bibliotheken auch noch so genannte Sonderstandorte, die in DAIA 2 noch nicht abgebildet werden können. Um diesen Mangel zu beheben sowie auch die von DAIA 2 gelieferten Verfügbarkeitsinformationen (Ausleihstatus) nötigenfalls zu manipulieren, wurden Konfigurationsmöglichkeiten geschaffen, die es ermöglichen, die Ausgabetexte für an einzelnen Standorten nicht standardkonform verwendete oder konfigurierte Ausleihindikatoren zu verändern, um eine korrekte Anzeige zu erhalten.

Es ist auch möglich Sonderstandorte und andere Standorte auch direkt in der DAIA-Schnittstelle zu konfigurieren, um z.B.Standort-Visualisierungen wie BibMap oder v:scout zu integrieren.